Das perfekte Anschreiben

AnschreibenDas Anschreiben für die Bewerbungsunterlagen bereitet wohl vielen von uns Kopfzerbrechen. Wie fange ich an? Welchen Schreibstil wähle ich? Wie lange soll der Brief werden? Was erwähne ich im Anschreiben? Was nicht?

Das sind nur einige der Fragen, die sich Bewerberinnen und Bewerber stellen. Das weiße Blatt, das einem der Bildschirm hartnäckig präsentiert, will sich einfach nicht füllen. Wir von lebenslaufmuster.de helfen dir gerne! Hier sind ein paar Tipps, damit dir das Verfassen deines Anschreibens leichter von der Hand geht.

Die DIN-Norm 5008

Die DIN-Norm 5008 (http://www.din-5008-richtlinien.de) ist sicherlich sehr hilfreich. Sie legt unter anderem fest, wie man das Anschriftenfeld richtig gestaltet, Wörter korrekt abkürzt, wie man eine Telefonnummer formatiert oder wie man eine Grußformel verfasst. Zur Wahrung einer ordentlichen Optik macht es durchaus Sinn, die Empfehlungen zu berücksichtigen. Allerdings: Die meisten Bewerbungsunterlagen werden per E-Mail eingereicht. Darum ist es nicht ganz so wichtig, welche Seitenabstände du wählst oder in welche Zeile der Adressblock gesetzt wird. Eine gut lesbare Schriftart und logisch gewählte Absätze im Text tragen wesentlich dazu bei, dass Personaler deine Briefe flüssig lesen können.

Das perfekte Anschreiben …

… wird nur dann perfekt, wenn du ausreichend Zeit investierst: nämlich in die Recherche über die stellenausschreibende Firma, in die genaue Analyse der Stellenanzeige (Welche Qualifikationen sind gefordert? Welche kannst du besonders gut abdecken? Welche eher nicht?) und in Überlegungen zu deinen Stärken.

Wichtig: Schwächen haben im Anschreiben nichts zu suchen!
Der künftige Arbeitgeber will von dir wissen: Wer bist du? Was kannst du? Und warum bewirbst du dich gerade für diese Stelle? Apropos perfekt: Achte bitte auf die korrekte Schreibweise des Namens deiner Ansprechpartner und auch auf die richtige Bezeichnung der Firma, bei der du dich bewirbst. Handelt es sich um eine GmbH? Oder um eine KG? Deine Ansprechpartner werden wohlwollend zur Kenntnis nehmen, dass du dich im Vorfeld über diese Details informiert hast. Damit beweist du echtes Interesse am stellenausschreibenden Unternehmen und an deinem potentiell neuen Job!

Die Betreffzeile

Bitte niemals vergessen: die Betreffzeile! Hier schreibst du hin, um welche Stelle es sich handelt und – wenn vorhanden – welche Referenznummer die ausgeschriebene Position hat. Das spart Personalern Zeit, wenn es darum geht, deine Unterlagen der entsprechenden Stelle zuzuordnen.

Der Einstieg

Mit einem neutral gewählten Einstieg machst du garantiert nichts falsch. Wichtig ist jedoch, dass du Standardfloskeln wie „Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen“ vermeidest. Du bringst ein wenig Schwung in dein Anschreiben, indem du zum Beispiel erwähnst, dass du „gerade eben“ auf deinen Traumjob aufmerksam wurdest. Dann formulierst du zum Beispiel: „Sehr geehrte Frau Muster, soeben habe ich Ihre Anzeige für die Stelle als … im Jobportal Ihrer Webseite entdeckt. Da ich sehr viele Qualifikationen für diese Position mitbringe, sende ich Ihnen mit diesem Schreiben meine Bewerbungsunterlagen.“

Der Hauptteil

Deine künftigen Arbeitgeber wollen etwas über dich als Persönlichkeit erfahren. Erzähle einfach rundheraus, warum dir die ausgeschriebene Stelle oder die Firma so gut gefallen, mit welchen Fähigkeiten du zum Erfolg des Unternehmens beitragen kannst oder welche Aufgaben dir besonders gut liegen. Wichtig ist, dass du nicht alles wiederholst, was schon im Lebenslauf steht. Wenn es etwas gibt, das du besonders gut kannst, dann beschreibe, was das ist und wo du diese Qualifikation erworben und vertieft hast.

Der Schluss

Beim Verfassen von Briefen gibt es einen Grundsatz: Was man am Anfang sagt, ist entscheidend. Was man am Ende sagt, das bleibt! Gerade am Ende eines Anschreibens besteht wieder die Gefahr, Standardphrasen zu benutzen. Ganz häufig verwenden wir hier gerne den Konjunktiv: „Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden.“ Sei einfach ein wenig würde-loser! Das geht auf jeden Fall auch ohne unhöflich zu werden. Eine mögliche Schlussformel ist zum Beispiel: „Ich freue mich, wenn ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch noch mehr über mich und meine Qualifikationen erzählen darf.“

Länge und Formatierung des Anschreibens

Natürlich ist ein kompakter Brief über eine Seite übersichtlicher als ein Motivationsschreiben auf zwei Seiten. Kaum jemand wird sich jedoch darüber ärgern, wenn dein Anschreiben mal über eine Seite hinausgeht – vorausgesetzt, du hast etwas zu erzählen! Von einer Formatierung deines Anschreibens im Blocksatz raten wir ab. Speziell dann, wenn sich der Fließtext über die ganze Seitenbreite erstreckt, wird der Text mühsam zu lesen und wirkt zu wissenschaftlich. Wähle eher einen etwas breiteren rechten Seitenrand – auf diese Weise haben deine Ansprechpartner die Möglichkeit, Notizen zu machen. Füge auch eine eingescannte Unterschrift oberhalb deines Namens ein – das rundet das Bild zu einem professionellen Anschreiben ab und zeigt, dass du mit neuen Technologien bestens umgehen kannst!