Warum die Darstellung von Soft Skills im Lebenslauf wichtig ist

Deine Soft Skills, die sogenannten „weichen Faktoren“ deiner Persönlichkeit, können ausschlaggebend dafür sein, ob du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst oder nicht.

Soft Skills werden auch als Schlüsselqualifikationen bezeichnet. Personaler messen an ihnen, wie gut du zum Unternehmen – oder mehr noch – in ein bestimmtes Team passt.

Was gehört alles zu den Soft Skills?

Soft Skills

Im Gegensatz zu den Hard Skills sind Soft Skills keine fachlichen Qualifikationen.

Soft Skills machen dich und deine Persönlichkeit aus. Man unterteilt sie grob in persönliche, soziale sowie methodische Fähigkeiten und Kompetenzen.

Das Erwerben und Vertiefen von Soft Skills ist etwas, dass aufgeschlossene und interessierte Menschen ein Leben lang begleitet. Persönliche und soziale Eigenschaften bzw. Talente werden oft schon von klein auf erworben und weiterentwickelt, wie etwa Selbstständigkeit, Durchsetzungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen oder Teamleader-Qualifikationen.

InfoMethodische Kompetenzen wie rhetorische Fähigkeiten, Präsentationstechniken oder analytisches Denken werden erst im Laufe eines Studiums oder Berufslebens trainiert oder perfektioniert. Hält man sich die rasante Entwicklung von Technik und Digitalisierung vor Augen, wird klar, dass lebenslanges Lernen heutzutage unumgänglich ist.

Wie du Soft Skills im Lebenslauf einbaust

„Soft Skills gehören in den Lebenslauf?“ Das ist die häufigste Frage, die wir von Studierenden gestellt bekommen. Unsere Antwort: Soft Skills in den Lebenslauf zu packen ist kein Muss. Allerdings: Der Lebenslauf ist heutzutage das wichtigste Dokument. Er wird noch vor dem Anschreiben gelesen – sofern das Anschreiben überhaupt noch Beachtung findet.

In einem anderen Artikel haben wir über die Wichtigkeit von Hard Skills wie EDV-Kenntnissen gesprochen. Gleich wichtig ist eine glaubwürdige Darstellung deiner Soft Skills. Glaubwürdig deshalb, weil es nicht ausreicht, die in der Stellenausschreibung geforderten Eigenschaften abzuschreiben:

„Ich bin flexibel, teamfähig und verfüge über ein großes Einfühlungsvermögen.“ Das wäre zu einfach! Und zu wenig glaubhaft.

Wenn du Soft Skills im Lebenslauf anführst, musst du kurz erklären, bei welcher Gelegenheit du diese Fähigkeiten erworben und vertieft hast. Ein bis zwei Sätze genügen. Zum Beispiel:

Flexibilität und TeamfähigkeitWährend meines Praktikums bei (Name des Unternehmens) konnte ich mich leicht in das bestehende Team integrieren meine Anpassungsfähigkeit beweisen.

Weitere Formulierungsbeispiele für Schlüsselqualifikationen

Selbstmanagement und BelastbarkeitWährend meiner ganzen Studienzeit führte ich Nebenjobs aus, um etwas Geld dazuzuverdienen. Es ist mir immer gut gelungen, Studium und Job unter einen Hut zu bringen.

 

Interkulturelle Kompetenzen,
soziales Engagement
Andere Kulturen interessieren mich sehr. So habe ich ein Auslandssemester an der Universität (Name der Universität, Ort) verbracht und im Integrationskreis meines Heimatortes geflüchteten Kindern und Jugendlichen Nachhilfe erteilt.

 

Schnelle AuffassungsgabeIn meinem Praktikum bei (Name des Unternehmens) durfte ich nach einer einwöchigen Einarbeitungszeit die Verantwortung für ein Projekt übernehmen.

Was lesen Personaler aus den Soft Skills heraus?

Wie eingangs erwähnt, beschreiben Soft Skills deine Persönlichkeit. Personaler interessieren sich sehr dafür, ob du bspw. neben deinem Studium gearbeitet hast, ob du einem sozialen Engagement oder einem kleinen Ehrenamt nachgehst oder ob du zusätzlich zu deinem Studium weitere Qualifikationen erworben hast.

Daraus leiten sie ab, wie selbstorganisiert und wie zielstrebig du bist, ob du bereit bist, zum Wohl einer Gemeinschaft einen Beitrag zu leisten oder wie wissbegierig du bist, indem du etwa zusätzliche Kurse belegst.

WichtigAber Achtung! Zu viel des Guten ist wenig förderlich. Deine Präsentation muss authentisch bleiben. Eine Möglichkeit ist, Schlüsselqualifikationen so zu wählen, dass sie sich in etwa mit den geforderten Qualifikationen decken.

Eine andere Variante ist, wirklich nur jene Soft Skills zu beschreiben, die du in Ferialjobs, Praktika oder während des Studiums perfektioniert hast. Auf diese Weise hast du nachweisbare Beispiele zur Hand, die du vielleicht sogar mit Arbeitszeugnissen oder Kursbestätigungen belegen kannst.