Absage nach Bewerbung – so gehst du richtig damit um

Absagen sind für keinen Bewerber erfreulich. Versuch trotzdem daraus zu profitieren. Ein guter Umgang mit einer Absage kann entscheidend sein für weitere Bewerbungen. Die folgenden Punkte können dir helfen mit einem “Nein” der Firma geschickt umzugehen:

Nimm die Absage nicht persönlich

Versuche dir zunächst zu verdeutlichen, dass eine Absage keine Abwertung deiner Person ist. Sie kann viele Gründe haben, die nicht offen ausgesprochen werden.
So ist es beispielsweise möglich, dass aus teamparitätischen Gründen gezielt ein Mann oder eine Frau gesucht wurde und du einfach das “falsche” Geschlecht hast. Dies ist in Stellenanzeigen in der Regel nicht vermerkt, da es diskriminierend wäre. Ebenso ist nicht ausgeschlossen, dass es die Stelle eigentlich nicht gibt, weil im Betrieb kurzfristig umstrukturiert wurde. Bemühe dich also, dich von einer Absage nicht runterziehen zu lassen.

Was du bei einer Absage nach der schriftlichen Bewerbung tun kannst

Absage nach BewerbungBitte schau, wie viel Zeit zwischen der Einsendung deiner Bewerbung und dem Absagetermin liegt. So kannst du Rückschlüsse ziehen, ob du in der engeren Wahl warst. Lediglich bei einer umgehenden Absage, also direkt nach Einsendung der Bewerbung, kam eine Einstellung für die Firma definitiv nicht infrage. Dies muss jedoch, wie oben beschrieben, nicht unbedingt an deiner Qualifikation liegen.

Wenn es länger dauert, bedeutet dies meist, dass du zwar nicht in der engeren Wahl warst, aber doch „als Ersatz“ in Betracht gezogen wurdest. Bitte bedenke, dass ein Betrieb stets nur eine gewisse Anzahl an Bewerbern einladen kann und meist dankbar über eine schnelle Besetzung der offenen Stelle ist. Gelegentlich erweist sich die gewählte Person in der Probezeit aber doch als unpassende Besetzung.

Empfehlenswert ist es daher noch einmal mit der Firma in Kontakt zu treten. Drück dein Bedauern aus, dass es diesmal nicht geklappt hat. Erkundige dich, ob es weitere vergleichbare Positionen gibt. Diese Nachfrage kann schriftlich oder telefonisch erfolgen. Erlaube der Firma deine Unterlagen zu behalten. Diese werden sonst meist aus Datenschutzgründen nach einiger Zeit zurückgesandt oder vernichtet. Erhältst du zahlreiche Absagen und keine Einladung zum Vorstellungsgespräch, erscheint eine Überarbeitung der Bewerbungsunterlagen sinnvoll.

Was du bei einer Absage nach dem Vorstellungsgespräch tun kannst

Wenn du ein Vorstellungsgespräch im Betrieb gehabt hast, wird dir meist eine telefonische Absage erteilt. Hier kannst du gezielt dein Bedauern ausdrücken und nachfragen, warum du nicht eingestellt wirst. Viele Bewerber schrecken vor dieser Frage zurück, da sie der Ansicht sind, keine wahrheitsgemäße Auskunft zu erhalten. Dies mag zutreffen, aber du kannst es zumindest probieren. Mit etwas Glück erhältst du auch Informationen, was im Vorstellungsgespräch weniger gelungene Antworten waren und kannst das in Zukunft ändern. Überdies solltest du nachfragen, ob es in absehbarer Zeit weitere zu besetzende Positionen gibt und wie viele Bewerber es gab.

Mit der Information, wie viele Konkurrenten du hattest, hast du für zukünftige Bewerbungen auf vergleichbare Stellen einen Wissensvorsprung. Wenn du eine schriftliche Absage erhältst, sind die Chancen auf eine ehrliche Antwort vielleicht geringer, es ist trotzdem sinnvoll anzurufen und nachzufassen.

Fazit: Eine Absage ist und bleibt unerfreulich. Wenn du sie jedoch nicht als Abwertung deiner Person auffasst und den Gründen nachgehst, verschaffst du dir Vorteile für die Zukunft.